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Zwei Silbermedaillen – und viel Motivation für das grosse Ziel

Die Europameisterschaften im Tessin werden für mich einen speziellen Platz in meiner Karriere einnehmen. Mit zwei Silbermedaillen durfte ich meine ersten Elite-Medaillen an Europameisterschaften gewinnen. Darauf bin ich stolz – und gleichzeitig geben mir diese Resultate viel Zuversicht für die kommenden Wochen.

Als ich an die Europameisterschaften nach Monte Tamaro (TI) gereist bin, hatte ich ein klares Ziel: Ich wollte meine erste Elite-Medaille an einer Europameisterschaft gewinnen. Dass ich die Heimreise nun gleich mit zwei Silbermedaillen antreten darf, ist sehr cool, auch wenn der Titel nahe war😉.

Ein wichtiger Meilenstein

Sowohl im Short Track als auch im Cross-Country konnte ich mein Rennen durchziehen und mich mit der Silbermedaille belohnen. Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, dass sich die Arbeit der letzten Monate auszahlt und ich mich konstant auf diesem Niveau behaupten kann.

Im Cross-Country-Rennen wäre vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen. In der drittletzten Runde bemerkte ich, dass mein Hinterrad langsam Luft verlor. Mit einem schleichenden Plattfuss wurde jede Kurve und jede Abfahrt etwas anspruchsvoller. Umso glücklicher war ich, dass ich meinen zweiten Rang bis ins Ziel verteidigen konnte.

Gratulation meiner Teamkollegin im Nationalteam, Sina Frei, zu ihren beiden Europameistertiteln zum starken Auftritt.

Der Fokus bleibt auf dem Saisonhöhepunkt

Diese beiden Silbermedaillen bedeuten mir viel. Nicht nur, weil es meine ersten Elite-EM-Medaillen sind, sondern auch, weil sie mir bestätigen, dass wir mit unserer Saisonplanung auf dem richtigen Weg sind.

Ein grosses Dankeschön geht an mein Team, das mich jeden Tag unterstützt, und an Swiss Cycling für die Betreuung während der Europameisterschaften. Solche Erfolge sind immer das Resultat einer gemeinsamen Leistung.

Jetzt beginnt bereits die nächste Phase der Vorbereitung. Ende Monat steht der Weltcup in Les Gets (FRA) an und anschliessend die Weltmeisterschaften in Val di Sole (ITA) auf dem Programm.

Vielen Dank für eure Unterstützung – sei es direkt an der Strecke im Tessin oder von zu Hause aus. Eure Nachrichten und eure Begeisterung geben mir immer wieder zusätzliche Motivation. Ich freue mich darauf, euch bald wieder von den nächsten Rennen berichten zu können.

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Warten auf das Rennglück

Die letzten Wochen waren nicht ganz so erfolgreich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich klage aber auf sehr hohem Niveau und darf mich nach wie vor glücklich schätzen, regelmässig mit den besten Mountainbikerinnen der Welt, um Podestplätze und Siege kämpfen zu können – auch wenn es zuletzt nicht immer für das erhoffte Resultat gereicht hat.

Der dritte Rang im Short Track von Lenzerheide war ein gelungener Einstand für unser neues 32-Zoll-Prototypen-Bike. Umso ärgerlicher war der Sturz im Cross-Country-Rennen zwei Tage später. Die Blessuren waren zwar nicht gravierend, trotzdem brauchte mein Körper etwas Zeit, um sich davon zu erholen. In der Folge erwischte mich zusätzlich eine Erkältung, die bis zum Weltcup in La Thuile nachwirkte.

Nicht alles läuft nach Plan

Der erneute 4. Rang am XCC in Aosta stimmte mich zuversichtlich für das Cross-Country nach meiner Krankheit. Die Strecke mit ihren naturbelassenen Trails, steilen Anstiegen und staubigen Abfahrten gehört zu den schönsten im Weltcup-Kalender. Mit Rang acht blieb ich jedoch hinter meinen Erwartungen zurück.

Auch in Andorra fehlte dieses letzte Quäntchen Rennglück. Im Short Track konnte ich zwar vorne mitfahren, im Kampf um den Sieg aber in der Schlussrunde nicht entscheidend eingreifen. Cross-Country-Rennen war nach einer Berührung direkt nach dem Start und einem späteren Sturz vorwiegend Aufholarbeit angesagt. Ich fühlte mich stark und endete auf dem 7. Schlussrang, wobei das Resultat leider nicht der Leistung entspricht, aber auch das gehört zum Rennsport. Enttäuschend, weil ich mich in Form fühlte, aber das Puzzle bis jetzt noch nicht zusammenkam.

Natürlich sind das nicht die Resultate, die ich mich gewohnt bin und mir wünsche. Gleichzeitig weiss ich aber auch, dass eine lange Saison nicht ausschliesslich aus Höhepunkten besteht.

Der Blick geht nach vorne

Jetzt richtet sich mein voller Fokus auf die kommenden Wochen. Zuerst stehen die Schweizer Meisterschaften in Leysin an, bevor mit den Europameisterschaften im Tessin eines der grossen Saisonziele auf mich wartet.

Ich habe grosses Vertrauen in meinen Weg und weiss, dass die Form stimmt. Im Weltcup entscheiden aber Kleinigkeiten über Sieg, Podest oder einen Platz knapp dahinter. Deshalb gilt es jetzt, konsequent weiterzuarbeiten und den Blick auf das Wesentliche zu richten.

In der Zwischenzeit wünsche ich euch weiterhin einen tollen Sommer und freue mich darauf, euch hoffentlich schon bald wieder mit starken Rennen begeistern zu können.

Eine Weltpremiere und ganz viel Gänsehaut

Die Rennen in Lenzerheide gehören jedes Jahr zu meinen absoluten Highlights. Vor heimischem Publikum zu fahren, ist immer etwas Besonderes. Umso mehr habe ich mich auf dieses Weltcup-Wochenende gefreut.

Der Auftakt ist mir mit Rang drei im Short Track hervorragend gelungen. Es ist jedes Mal ein schönes Gefühl, vor so vielen Schweizer Fans auf dem Podest zu stehen und mit einem starken Resultat ins Wochenende zu starten.

Licht und Schatten am Heimweltcup

Im XCO-Rennen vom Sonntag hat dann leider nicht mehr alles zusammengepasst. Nach einem optimalen Start bin ich in der ersten Runde heftig gestürzt. In der Folge nahm ich das Rennen von sehr weit hinten wieder auf und überholte Fahrerin um Fahrerin. So kämpfte ich mich bis in die Top 15 zurück. In der letzten Runde musste ich meinem grossen Effort allerdings Tribut zollen und bin regelrecht «explodiert».

Es war ein schlechter Tag, am falschen Ort, zur falschen Zeit. Gerade in Lenzerheide, wo mich die Fans entlang der Strecke angefeuert haben, als würde ich um das Podest mitfahren. Diese Unterstützung hat mich unglaublich motiviert. Runde für Runde!

Eine echte Weltpremiere

Dieses Wochenende wird mir aber auch aus einem anderen Grund in Erinnerung bleiben: Gemeinsam mit Thömus, DT Swiss und Schwalbe haben wir für eine echte Weltpremiere gesorgt: Erstmals überhaupt kam ein Bike mit 32-Zoll-Laufrädern im Weltcup zum Einsatz.

Für uns stand dabei nicht in erster Linie das Resultat im Vordergrund. Wir wollten Erfahrungen sammeln, testen und lernen. Dass wir gemeinsam mit unseren Partnern eine solche Pionierrolle einnehmen und die Entwicklung aktiv mitgestalten dürfen, begeistert mich enorm.

Ich ziehe aus beiden Rennen praktisch nur positive Erkenntnisse und bin überzeugt, dass dieses Projekt noch viel Potenzial in sich trägt. Es ist unglaublich spannend, die Entwicklung nicht nur mitzuerleben, sondern sie mit unseren eigenen Erfahrungen aktiv mitzugestalten.

Danke für den Support

Auch wenn der Sonntag sportlich nicht nach Wunsch verlaufen ist, werde ich dieses Wochenende vor allem wegen der Atmosphäre in Erinnerung behalten. Die Unterstützung entlang der Strecke war einfach überwältigend. Es ist jedes Mal wieder ein Privileg, vor so vielen begeisterten Fans fahren zu dürfen und die Wertschätzung für die Aufholjagd bleibt unvergesslich!

Die Zurufe, die Fahnen und die Begeisterung der Zuschauer haben mir an beiden Tagen Gänsehaut bereitet. Genau diese Momente machen unseren Sport so besonders.

Vielen Dank für euren unglaublichen Support!

Mit Rückenwind Richtung Heimweltcup

Seit meinem letzten Blog ist einiges passiert. Nach der bewussten Erholungsphase und dem anschliessenden Aufbau stand mit dem HC-Rennen in Heubach (DE) die letzte Standortbestimmung vor dem Weltcup-Auftakt in Europa auf dem Programm. Mit Rang drei und einem guten Gefühl im Gepäck reiste ich anschliessend motiviert nach Nové Město.

Ein turbulenter Auftakt in Nové Město

Für das Short-Track-Rennen hatte ich mir einiges vorgenommen und fühlte mich bereit. Umso ärgerlicher war der Sturz in der hektischen Schlussphase. Zum Glück kamen alle Beteiligten mit ein paar Schürfungen und Prellungen davon. In solchen Momenten wird einem wieder bewusst, wie schnell es im Rennsport gehen kann und wie wichtig es ist, gesund wieder aufstehen zu können.

Trotzdem gelang es mir, den Fokus schnell wiederzufinden. Im Cross-Country-Rennen fühlte ich mich trotz meines Starts aus der dritten Reihe von Beginn an wohl. Ich konnte mich bis in die Schlussphase hinein im Kampf um die vorderen Plätze behaupten. Nach einem starken Sprint überquerte ich die Ziellinie auf dem fünften Rang und platzierte mich somit auf dem erweiterten Podium.

Besonders beeindruckend war einmal mehr die Stimmung entlang der Strecke. Die natürlichen Trails und technischen Passagen machen Nové Město für uns alle jedes Jahr zu einem ganz besonderen Ort. Mit meiner Leistung war ich sehr zufrieden und konnte viel Positives aus diesem ersten Weltcup-Wochenende in Europa mitnehmen.

Anspruchsvolle Bedingungen in Leogang

Am vergangenen Wochenende wartete mit Leogang bereits die nächste Herausforderung. Regen und tiefe Streckenverhältnisse stellten nicht nur die Fahrerinnen und Fahrer, sondern auch das Material auf eine harte Probe.

Im Short Track war die Reifenwahl bei strömendem Regen relativ klar. Für das Cross-Country-Rennen vom Sonntag entschieden wir uns von Beginn an für eine eher konservative Abstimmung – eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als richtig herausstellte.

Mit zwei dritten Plätzen durfte ich ein weiteres sehr erfolgreiches Wochenende abschliessen. Diese Resultate zeigen mir, dass die Form stimmt und wir auf dem richtigen Weg sind.

Vorfreude auf Lenzerheide

Jetzt wartet mit Lenzerheide bereits das nächste Highlight im Rennkalender. Die Rennen in Graubünden sind für mich immer etwas ganz Besonderes. Auf der Strecke am Fusse des Rothorns konnte ich ja im vergangenen Jahr gewinnen und 2018 meinen U23-Weltmeistertitel feiern – Momente in meiner Karriere, die mir bis heute in bester Erinnerung geblieben sind.

Entsprechend gross ist die Vorfreude auf das kommende Wochenende. Die vielen Fans entlang der Strecke, die einzigartige Atmosphäre und die Unterstützung aus der Schweiz sorgen jedes Jahr für Gänsehaut-Momente.

Ich freue mich riesig darauf, wieder vor heimischem Publikum zu fahren und hoffe, gemeinsam mit euch viele schöne Momente erleben zu dürfen.

Bis bald in Lenzerheide!

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Ein intensiver Start ins 2026 – und der Blick nach vorne

Das erste Drittel der Saison 2026 hat es in sich gehabt – mit vielen Emotionen, neuen Erfahrungen und einem ganz besonderen Kapitel.

Nach vielen Trainingsstunden in der Wärme, stand in diesem Frühjahr mit dem Cape Epic ein komplett neues Kapitel auf dem Programm. Acht Tage, unzählige Eindrücke, harte Etappen – und am Ende ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Gemeinsam mit Candice Lill konnten wir bereits am ersten Tag ein Zeichen setzen und den Prolog gewinnen.
Was dann folgte, war eine Woche, in der vieles zusammengepasst hat. Wir konnten mehrere Etappen für uns entscheiden und das Rennen am Ende, dank kluger Taktik und perfektem Teamwork, mit einem grossen Vorsprung gewinnen.
Für mich war das Cape Epic mehr als nur ein Rennen. Es war eine neue Erfahrung, ein neues Format – und auch ein Beweis, dass sich Fokus, Vertrauen und Teamarbeit auszahlen.

Zurück in Europa

Nach dieser intensiven Zeit in Südafrika ging es zurück nach Europa. Wo ich mir etwas Ruhe gönnte. Anfangs April stand nutzte ich das Strassenkriterium GP Osterhas um dem Körper wieder einen Weckruf zu verpassen. Dabei erreichte ich den dritten Platz. Nur eine Woche später stand dann in Nals (IT) mein erstes klassisches Mountainbike-Rennen auf dem Programm. Genau das Richtige, um wieder das Gefühl für die MTB-Wettkämpfe zu finden. Der resultierende zweiter Rang war gut, aber ich habe nochmals erkannt, woran ich in den nächsten Wochen noch arbeiten werde.

Bewusst entscheiden

Bereits nach dem Cape Epic habe ich mich entschieden, den Weltcup-Auftakt in Südkorea auszulassen. Nach der anstrengenden Zeit in Südafrika ist es für mich wichtig, meine Kräfte gezielt einzuteilen. Für den weiteren Verlauf der Saison und meine Ziele macht es mehr Sinn, wenn ich mich seriös und fokussiert auf den Europastart vorbereite.

Fokus auf Nove Mesto

Mein Blick richtet sich jetzt klar nach vorne – auf den Weltcup in Nove Mesto (CZE). Dort will ich wieder voll angreifen und an meine bisher gezeigten Leistungen anknüpfen.
Die Saison ist noch jung, aber sie hat bereits gezeigt, wie viel möglich ist. Jetzt geht es darum, die nächsten Schritte mit der gleichen Überzeugung und Freude anzugehen.

Ich freue mich drauf.

Mehr als nur ein Sieg!

Das Absa Cape Epic 2026 ist Geschichte – und was für eine! Wenn ich auf die vergangenen acht Tage in Südafrika zurückblicke, fehlen mir fast die Worte. Was als sportliches Abenteuer und grosses Saisonziel begann, endete am vergangenen Sonntag in Stellenbosch mit dem Gesamtsieg bei meiner allerersten Teilnahme.

Das Cape Epic, oft als die „Tour de France des Mountainbikes“ bezeichnet, stand schon lange auf meiner Bucket List. Dass es bei der Premiere direkt für das oberste Treppchen reicht, ist überwältigend. Doch dieser Sieg hat eine ganz besondere emotionale Ebene: Für meine Partnerin Candice Lill war es nach fünf zweiten Plätzen der lang ersehnte erste Triumph in ihrer Heimat. Zu sehen, wie viel ihr dieser Moment bedeutet, hat diesen Erfolg für mich noch wertvoller gemacht.

Teamwork makes the Dream work

545 Kilometer und gut 13’000 Höhenmeter schüttelt man nicht einfach so aus den Beinen. Wir haben sieben von acht Etappen gewonnen, doch die Statistik erzählt nur die halbe Geschichte. In der Hitze, im Staub und auch im Schlamm Südafrikas zählt nicht nur die Wattzahl, sondern vor allem das Vertrauen.
Zwischen Candice und mir ist in dieser intensiven Woche weit mehr als eine erfolgreiche Renngemeinschaft entstanden – es ist eine wahre Freundschaft. Wir haben uns gegenseitig gepusht, gelitten und gelacht. Dass Candice seit dieser Saison ebenfalls auf Thömus-Bikes unterwegs ist, hat uns technisch perfekt harmonieren lassen, aber menschlich hat es einfach „Klick“ gemacht.

Stolz auf das gesamte Team

Ein riesiges Dankeschön geht an unser Team und die Crew von Thömus maxon – Sabi Sabi. Ohne den unermüdlichen Support im Hintergrund, die perfekte Mechanik und die Verpflegung wäre eine solche Dominanz nicht möglich gewesen. Wir haben als Einheit funktioniert und dieser Pokal gehört uns allen.

Was bleibt?

Ich nehme nicht nur die Trophäe mit nach Hause, sondern unglaublich viel Inspiration. Candice ist das beste Vorbild dafür, dass man nie aufgeben darf – egal wie viele Anläufe es braucht. Jetzt geniesse ich den Moment, bevor der Fokus wieder auf die Cross-Country-Saison und die kommenden Weltcups rückt.

Danke Südafrika, danke Candice – es war mir eine Ehre!

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Mein Cape-Epic-Debüt – ein neuer Fokus

2026 werde ich erstmals am Absa Cape Epic an den Start gehen. Dieses Rennen begleitet mich schon seit vielen Jahren – und nun ist der Moment gekommen, mich dem prestigeträchtigsten MTB-Etappenrennen der Welt zu stellen. (mehr …)

Erfolgreicher Radquerabstecher

Bei den Radquer Schweizer Meisterschaften in Schneisingen gelang mir ein perfekter Start ins neue Jahr. Mit einer frühen Attacke konnte ich für klare Verhältnisse sorgen und überlegen meinen vierten Radquer-Titel feiern. (mehr …)

Weltmeisterin – eine Saison voller Emotionen

2025 war mein Jahr! Nach einer intensiven Reha, vielen Emotionen und unvergesslichen Momenten durfte ich meinen grössten Traum verwirklichen: Weltmeisterin – in der Schweiz, vor meiner Familie und den Schweizer Fans, auf einem Schweizer Bike und zusammen mit meinem Schweizer Team!

Wenn ich auf meine abgelaufene Saison zurückblicke, kann ich mit Überzeugung sagen: Sie war grandios! Der Weg dorthin war allerdings alles andere als einfach. Nach meiner Kreuzbandoperation im vergangenen November begann eine intensive und sehr lange Zeit der Reha. Ich habe in dieser Phase unglaublich viel gelernt: über Geduld, über Disziplin, aber vor allem über mich selbst.

Umso schöner war der Moment, als ich bereits beim ersten Weltcup in Brasilien wieder auf dem Podest stand. Das war keineswegs selbstverständlich, denn viele Unsicherheiten begleiteten mein Comeback. Dass alles so gut verlief, verdanke ich meiner strukturierten Arbeit, meiner Freude am Sport – und meinem grossartigen Umfeld. Ein riesiges Dankeschön an meine Physiotherapeutin Tamara und das Medical Team, Thömus maxon, meinen Partner Nicolas und meine Familie – ohne deren Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen.

Der Moment, von dem ich geträumt habe

Die Freude, mit der ich in die Saison gestartet bin, begleitete mich das ganze Jahr und half mir auch nach einer eher schwierigen Phase in der Saisonmitte, das Ziel Heim-WM nicht aus den Augen zu verlieren. Ab dem Rennen in Les Gets war mein Fokus ganz auf die Weltmeisterschaften im Wallis gerichtet. Ich wusste, dass ich in meiner besten Form war. Und dann dieser Moment: Weltmeisterin im Short Track – in der Schweiz, auf einem Schweizer Bike, für ein Schweizer Team. Es gibt kaum Worte, um zu beschreiben, wie sich das anfühlt. Dieser Titel bedeutet mir unglaublich viel – nicht nur als sportlicher Erfolg, sondern als Lohn für all die Jahre harter Arbeit, Rückschläge und Neuanfänge. Nach Gold im XCC durfte ich in Crans Montana auch noch den Gewinn der Bronzemedaille im Cross Country feiern; diese zweite Medaille machte die Heim-WM für mich definitiv zum grössten Highlight in meiner Karriere.

Nur eine Woche später durfte ich als erste Schweizerin überhaupt das XCO-Rennen in Lenzerheide gewinnen – ausgerechnet an dem Tag, an dem Nino Schurter sein letztes Rennen fuhr. Dieses Rennen schloss drei intensive Wochen ab, die ich rückblickend als ein einziges Meer aus rot-weissen Flaggen wahrnehme – Schweizer Flaggen, Thömus-Flaggen und ganz vielen Emotionen.

Ein schwerer Abschied

Doch die Saison hatte auch ihre dunklen Momente. Besonders das Wochenende der Schweizer Meisterschaften wird mir in Erinnerung bleiben – als sportlicher Erfolg, aber vor allem auch als Moment eines grossen Verlustes. Der Tod unseres langjährigen Teammitglieds und Freundes Danilo Cappellari hat mich und das ganze Team tief getroffen. Danilo war mehr als nur ein Mechaniker oder Betreuer – er war eine wichtige Bezugsperson, jemand, der immer an unser Projekt geglaubt hat. Sein Tod hinterlässt eine Lücke, die sich nicht schliessen lässt. Mein Sieg an diesem Wochenende war deshalb von Trauer überschattet – und zugleich eine stille Widmung an ihn.

Dankbarkeit und Vorfreude

Trotz aller Höhen und Tiefen bin ich unendlich dankbar für diese Saison. Ich durfte wachsen, lernen und erleben, was es heisst, Träume zu verwirklichen. Zwei dritte Plätze im Gesamtweltcup waren das perfekte Finale – obwohl ich dieses Ziel ursprünglich nicht im Fokus hatte.

Nach einigen ruhigen Tagen und anschliessend vielen Terminen mit Sponsoren, Medien und Empfängen beginnt langsam meine Vorbereitung auf die Saison 2026. Die Ziele nehmen Form an – und eines ist klar: Ich freue mich riesig darauf, meine Weltmeisterinnen-Streifen mit neuen Erfolgen zu schmücken.

Bis bald –
Eure Alessandra

Unten siehst du meine Lieblingsfotos aus der Saison 2025.

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Heimsieg in Lenzerheide

Am vergangenen Sonntag konnte ich im Cross Country den Heimweltcup gewinnen und damit einer meiner grössten Siege überhaupt feiern – meiner zweiter Weltcupsieg in dieser Disziplin. Damit war ich die erste Schweizerin überhaupt, welche bei einem XCO-Weltcup n Lenzerheide triumphierte. (mehr …)