Seit meinem letzten Blog ist einiges passiert. Nach der bewussten Erholungsphase und dem anschliessenden Aufbau stand mit dem HC-Rennen in Heubach (DE) die letzte Standortbestimmung vor dem Weltcup-Auftakt in Europa auf dem Programm. Mit Rang drei und einem guten Gefühl im Gepäck reiste ich anschliessend motiviert nach Nové Město.
Ein turbulenter Auftakt in Nové Město
Für das Short-Track-Rennen hatte ich mir einiges vorgenommen und fühlte mich bereit. Umso ärgerlicher war der Sturz in der hektischen Schlussphase. Zum Glück kamen alle Beteiligten mit ein paar Schürfungen und Prellungen davon. In solchen Momenten wird einem wieder bewusst, wie schnell es im Rennsport gehen kann und wie wichtig es ist, gesund wieder aufstehen zu können.
Trotzdem gelang es mir, den Fokus schnell wiederzufinden. Im Cross-Country-Rennen fühlte ich mich trotz meines Starts aus der dritten Reihe von Beginn an wohl. Ich konnte mich bis in die Schlussphase hinein im Kampf um die vorderen Plätze behaupten. Nach einem starken Sprint überquerte ich die Ziellinie auf dem fünften Rang und platzierte mich somit auf dem erweiterten Podium.
Besonders beeindruckend war einmal mehr die Stimmung entlang der Strecke. Die natürlichen Trails und technischen Passagen machen Nové Město für uns alle jedes Jahr zu einem ganz besonderen Ort. Mit meiner Leistung war ich sehr zufrieden und konnte viel Positives aus diesem ersten Weltcup-Wochenende in Europa mitnehmen.
Anspruchsvolle Bedingungen in Leogang
Am vergangenen Wochenende wartete mit Leogang bereits die nächste Herausforderung. Regen und tiefe Streckenverhältnisse stellten nicht nur die Fahrerinnen und Fahrer, sondern auch das Material auf eine harte Probe.
Im Short Track war die Reifenwahl bei strömendem Regen relativ klar. Für das Cross-Country-Rennen vom Sonntag entschieden wir uns von Beginn an für eine eher konservative Abstimmung – eine Entscheidung, die sich im Nachhinein als richtig herausstellte.
Mit zwei dritten Plätzen durfte ich ein weiteres sehr erfolgreiches Wochenende abschliessen. Diese Resultate zeigen mir, dass die Form stimmt und wir auf dem richtigen Weg sind.
Vorfreude auf Lenzerheide
Jetzt wartet mit Lenzerheide bereits das nächste Highlight im Rennkalender. Die Rennen in Graubünden sind für mich immer etwas ganz Besonderes. Auf der Strecke am Fusse des Rothorns konnte ich ja im vergangenen Jahr gewinnen und 2018 meinen U23-Weltmeistertitel feiern – Momente in meiner Karriere, die mir bis heute in bester Erinnerung geblieben sind.
Entsprechend gross ist die Vorfreude auf das kommende Wochenende. Die vielen Fans entlang der Strecke, die einzigartige Atmosphäre und die Unterstützung aus der Schweiz sorgen jedes Jahr für Gänsehaut-Momente.
Ich freue mich riesig darauf, wieder vor heimischem Publikum zu fahren und hoffe, gemeinsam mit euch viele schöne Momente erleben zu dürfen.
Bis bald in Lenzerheide!













