Was für ein verrücktes Weekend! Am Sonntag konnte ich bei brutalen Bedingungen in Snowshoe (USA) zum erstem Mal in meiner Karriere ein Weltcuprennen im Cross Country gewinnen. Dies, nachdem ich am Freitag nach einem vierten Platz im Short Track die Führung in der XCC-Disziplinenwertung übernehmen konnte.
Das Wetter spielte am Sonntag verrückt. Bei einsetzendem Regen und schwierigen Streckenbedingungen lieferte ich mir mit Jenny Rissveds (Swe) einen packenden Zweikampf an der Spitze. Mir gelang ein guter Start und ich war mitverantwortlich, dass ich bei Rennhälfte nur noch mit Jenny Rissveds und Anne Terpstra (Ned) an der Spitze lag, wobei Terpstra uns dann auch ziehen lassen musste. Die rutschigen Abfahrten nutzte Jenny jeweils, um eine kleine Lücke aufzureissen, welche ich aber in den Anstiegen wieder schliessen konnte.
Zu zweit gingen wir in die letzte Runde. In der aufgeweichten Wiesenabfahrt rutschte Jenny aus und stürzte. So konnte ich vorbeiziehen und forcierte das Tempo. Gleichzeitig galt es in den rutschigen und sehr schwierigen Wurzelpassagen nicht zu viel zu riskieren. Beflügelt von der Spitzenposition flog ich förmlich dem Ziel und meinem ersten Cross-Country-Sieg im Weltcup entgegen.
Überglücklich konnte ich mit 37 Sekunden Vorsprung den Sieg feiert. Mein Ziel vor dem Start war es konstant und fehlerfrei zu fahren. Ich wusste, dass dies der Schlüssel zum Erfolg ist. Dass ich dies so perfekt umsetzen konnte, erfüllt mich mit Stolz. Nun habe ich meinen ersten Weltcup in der Elite Kategorie gewonnen; Ich kann es kaum glauben.
Erstmals Weltcupführung
Der Sonntag war somit nochmals eine Steigerung auf einen guten Short-Track-Freitag. Dabei konnte sich bis zur Schlussrunde keine Fahrerin entscheidend absetzen. Doch dann passierte mir ein Fehler. Ich war bei Jenny Rissveds am Hinterrad und stürzte. Damit waren alle Chancen auf den Sieg weg. Doch ich gab nicht auf und schlussendlich resultierte ein starker vierter Schlussrang und die angestrebte Führung in der Weltcupwertung im XCC.
Dass ich zwei Rennen vor Schluss erstmals das Leadertrikot überstreifen darf, freute mich extrem und es war vielleicht die entscheidende Motivation für den sonntäglichen Sieg. Gewonnen wurde das XCC-Rennen von Gwendalyn Gibson (USA) vor Anne Terpstra und Jenny Rissveds.
Am Freitag hat bei mir einfach alles gepasst. Beim Short Track in Vallnord (Andorra) konnte ich meinen zweiten Weltcupsieg meiner Karriere feiern. Weil Mathias Flückiger ebenfalls gewann, war es ein perfekter Tag fürs ganze Team Thömus maxon. Mit dem achten Platz am Sonntag im Cross-Country-Rennen konnte ich allerdings nicht zufrieden sein. (mehr …)
Thömus Maxon Pressemitteilung:
Das Frauenrennen startet im einsetzenden Regen und wird von vielen Stürzen und dem immer schwerer werdenden Terrain geprägt. Alessandra Keller lässt sich davon nicht beirren und findet den perfekten Mix aus Angriff und vorsichtiger Fahrweise. Mit dem Ende des Wolkenbruchs überquert sie die Ziellinie dieses epischen Rennens schlussendlich als grandiose Siegerin.
Kellers erstes Elite-Gold
Für Alessandra Keller ist dies die erste Goldmedaille an den Landesmeisterschaften in der Elite Kategorie. Nach sechsjähriger Dominanz von Jolanda Neff profitiert Keller von ihrer derzeit hervorragenden Form und gewinnt verdient vor Linda Indergand und Sina Frei. Keller setzt dem Rennen von Beginn weg den Stempel auf und attackiert früh. Rasch wird klar, dass ihr lediglich die zwei Olympiangewinnerinnen Sina Frei und Linda Indergand folgen können. Ein Trio geht gemeinsam auf die Schlussrunde. Erneut ist es die 26-jährige Alessandra Keller, welche angreift, erneut eine Lücke zwischen sich und die Verfolgerinnen legen kann und diesen Vorsprung ins Ziel bringt.
„Meine Form stimmt momentan und ich bin überglücklich, endlich wieder einmal alles perfekt hingekriegt zu haben. In diesem hektischen Rennen konnte ich zudem auf perfekte taktische Anweisungen vom Team zählen“, sagt die überglückliche Alessandra Keller im Ziel. Sie habe den Sieg immer gewollt und sei auch ruhig geblieben, als die Konkurrentinnen im letzten Renndrittel noch einmal aufgeschlossen hätten. Silber geht an Linda Indergand, Bronze an Sina Frei.[modula id=»9688″]
Thömus Maxon Medienmitteilung:
Short Track Elite Frauen
Die Strecke fürs Short Track am Freitagabend beim Klassiker im tschechischen Nove Mesto wurde nach vielen Jahren verändert. Die Folge davon: Die Rennen wurden noch hektischer, noch taktischer und noch härter umkämpft. Diese Herausforderungen meisterte Alessandra Keller ausgezeichnet und hielt sich stets in den ersten Positionen auf. Doch die letzte Runde verlief nicht optimal: «In einem kleinen Gerangel verlor ich ein paar Plätze und fiel auf die sechste Position zurück. Leider hatte ich danach nicht mehr die Beine, um dies nochmals gut machen zu können. Mit meiner Leistung und dem Startplatz am Sonntag aus der ersten Reihe bin ich trotzdem zufrieden», zog die 26-jährige Nidwaldnerin ein positives Fazit.
Keller auf dem Weg zum Podest von Defekt gestoppt
Sehr enttäuscht nach dem Rennen zeigte sich Alessandra Keller. Denn bis zum Zeitpunkt eines Hinterraddefektes zeigte die Nidwaldnerin eine extrem starke Leistung und lag auf Podestkurs. Keller zeigte jedoch auch nach dem Zwischenstop in der Techzone eine kämpferische Leistung und holte mit ihrem 8. Platz das Beste aus der Situation heraus.[modula id=»9628″]
Wie so oft in Albstadt zeigte sich das Wetter die ganze Woche von seiner nassen und kalte Seite und die Streckenbesichtigung glich einer Schlammschlacht.
Jedoch rechtzeitig auf die Rennen am Freitag stoppte der Regen und die Strecke trocknete ab. Somit konnte auf der 1.2 km langen Strecke ein schnelles und spannendes Rennen erwartet werden.
Short Track Elite Frauen
Ich zeigte ein offensives und starkes Rennen. So fuhr ich immer in der Spitzengruppe und lancierte in der fünften von sieben Runden gar eine Attacke.
In der letzten Runde kämpfte ich noch um ein Podestplatz, konnte jedoch die Fahrerin vor ihr nicht mehr übersprinten. So wurde ich vierte und erkämpfte mir wiederum einen Startplatz in der ersten Reihe am Sonntag. «Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit meiner Leistung heute. Das Ziel war eine Top acht Klassierung und somit ein Start am Sonntag in der ersten Reihe. Dies konnte ich mit meinem vierten Rang übertreffen. Für eine Platzierung auf dem Podest hat es knapp nicht gereicht, ich bin aber trotzdem sehr zufrieden.»
Cross-Country Elite Frauen
Das erste Mal seit 2018 stand ich heute wieder auf dem Fünfer-Weltcuppodest. Damit egalisierte ich das zweitbeste Weltcupresultat ihrer Karriere. Nach zwei schwierigen Jahren bedeutet das heutige Resultat eine grosse Genugtuung für mich: «Mein Saisonziel war wieder an Weltcups unter die besten Fünf zu fahren. Dass mir dies bereits im zweiten Weltcup der Saison gelingt, stimmt mich extrem zufrieden», resümierte Alessandra Keller glücklich im Ziel.
Von Beginn an zeigte ich mich präsent an der Spitze und bereit für den Kampf um einen Podestplatz. ich liess sich nicht durch das frühe Tempoforcing verunsichern und konzentrierte mich stets auf meinen eigenen Rhythmus. In einer Dreiergruppe wurden die verbleibenden Podestplätze ausgefahren. Dabei musste ich nochmals alles aus mir herausholen und fuhr als Fünfte über die Ziellinie.
Danke an alle Fans, Freunde, Partner, Sponsoren, Team und Familie für euren tollen Support![modula id=»9592″]
«Beim zweiten Rennen der ÖKK Bike Revolution bestimmte Alessandra Keller gleich von Beginn weg das Geschehen. Als Führende einer langgezogenen Spitzengruppe konnte sie in die erste lange Abfahrt einbiegen und anschliessend im Downhill eine kleine Lücke herausfahren. Ab diesem Moment gab es für Keller nur noch eine Richtung – nach vorne!
Relativ schnell konnte die ehemalige U19- und U23-Weltmeisterin einen Vorsprung von über 30 Sekunden auf die namhafte Konkurrenz wie die Schweizer Olympiamedaillengewinnerinnen Sina Frei, Linda Indergand oder die WM-Zweite, die Niederländerin Anne Terpstra, herausfahren. Terpstra setzte sich in der dritten von sieben Runden aus der Gruppe der Verfolgerinnen ab und konnte den Rückstand auf Keller zwischenzeitlich auf rund 15 Sekunden reduzieren. Die Aufholjagd der Niederländern wurde jedoch durch einen Sturz in einer Abfahrt gestoppt.
Ungeachtet, was hinter ihr passierte, zog Alessandra Keller an der Spitze des Rennens ihr angeschlagenes Tempo durch und fuhr mit über einer Minute Vorsprung ihren ersten grossen Saisonsieg ein: «Ich fühlte mich heute in den Anstiegen sehr stark. Bergab blieb ich fehlerfrei und konzentriert», analysierte eine äusserst zufriedene Alessandra Keller ihr Erfolgsrezept.» (Thömus Maxon Pressebericht, Christian Rochat) [modula id=»9537″]
Seit 2017 fährt die Nidwaldner Profibikerin Alessandra Keller in der Mannschaft von Thömus RN Swiss Bike Team mit der NKB als Kopfsponsorin an nationalen und internationalen Bikerennen immer wieder aufs Podest. Das jüngste Beispiel ist ihr Sieg am Rennen im österreichischen Dornbirn Ende August. Ihr grösstes Ziel, die Teilnahme an «Tokyo 2020», konnte sie dieses Jahr aufgrund der Verschiebung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 noch nicht realisieren.
Die NKB hat den auslaufenden Vertrag mit der U23-Weltmeisterin von 2018 um weitere zwei Jahre bis Ende 2022 verlängert. «Alessandra Keller ist eine einzigartige Botschafterin für Nidwalden und die NKB. Dank ihrer professionellen Einstellung, ihrem starken Durchhaltewillen und ihrem Herzblut für den Sport ist sie national wie auch international sehr erfolgreich unterwegs», meint Heinrich Leuthard, Vorsitzender der Geschäftsleitung der NKB. Zudem fügt er an, dass «ihr Teamgeist sowie ihre bodenständige und authentische Persönlichkeit sehr gut zur NKB passen».
Für Alessandra Keller ist die Weiterführung der Partnerschaft mit der NKB ein starkes Zeichen: «Die Vertragsverlängerung unterstreicht unsere partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit und gibt mir Sicherheit für die kommenden zwei Jahre. Zudem bin ich sehr stolz, mit der NKB ein Stück Heimat auf meinem Helm zu tragen».
Obwohl der Corona-Virus den Mountainbike Sport in seinem Grundgerüst erschüttert hat, geht die Planung für die Saison 2021 weiter. Noch ist aber vieles unklar. Fix ist hingegen, dass die beiden Schweizer Top Athleten Alessandra Keller und Mathias Flückiger auch 2021 und 2022 in den Farben des Thömus RN Swiss Bike Teams unterwegs sein werden.
Die Innerschweizerin Alessandra Keller hat ihren Vertrag um zwei Jahre verlängert. Die Team-Leaderin im Thömus RN Swiss Bike Team feierte ihren grössten Erfolg an der Seite von Teambesitzer Ralph Näf. 2018 gewann sie an der Heim-Weltmeisterschaft in der Lenzerheide den Weltmeister-Titel in der U23-Kategorie. 2018 war sowieso das Jahr der Nidwaldnerin. Sie fuhr als U23-Athletin bereits im Elite-Weltcup mit und fuhr zweimal in die Top 5 was ihr schlussendlich den vierten Platz im Elite Gesamtweltcup einbrachte. Leider verlief dann 2019 überhaupt nicht nach den Vorstellungen der jungen Nidwaldnerin. Bei einem Sturz am Swiss Bike Cup in Solothurn brach sie sich früh in der Saison beide Handgelenke und konnte in der Folge nicht mehr ihre Möglichkeiten ausschöpfen. Wie Flückiger streicht auch Keller den Team-Spirit als wichtigen Baustein für den Erfolg heraus: «Wir haben eine sehr gute Atmosphäre im Team. Zudem streben alle nach mehr, wollen besser werden. Stillstand gibt es bei uns im Team nicht! Präzision und Professionalität werden bei uns auf die Spitze getrieben ».
Teambesitzer Ralph Näf sieht sich mit der Verlängerung der beiden Spitzen-Mountainbiker in seiner Philosophie bestätigt: «Mathias und Alessandra sind die Spitze der Pyramide, sind unsere Leistungsträger. Ich bin sehr stolz, dass sich die beiden bei uns wohl fühlen und wir noch zwei weitere Jahre zusammenarbeiten können!». Aber nicht nur der Spitzensport spielt im Konzept von Näf eine grosse Rolle: «Wir werden auch in Zukunft in den Nachwuchs investieren. So wollen wir eine starke U23 Equipe an die Weltspitze heranführen und mit dem Young Stars Team, unter der Leitung von Marcel Kuratli, schon frühzeitig Schweizer Talente fördern.»
Der Berner Mathias Flückiger setzte 2012 mit dem dritten Platz an der Elite Weltmeisterschaft in Österreich ein erstes internationales Ausrufezeichen. Doch der richtige Durchbruch gelang dem Oberaargauer 2018 mit dem ersten Weltcup-Sieg. Seither liefert er sich unter anderem mit Olympiasieger Nino Schurter ein hartes Duell an der Weltspitze. 2019 war Flückigers stärkste Saison. Mit vier Top 3 Klassierungen im Weltcup, dem Sieg am Weltcup-Rennen in Deutschland sowie dem zweiten Platz an der Weltmeisterschaft in Kanada katapultierte sich der Berner in den Kreis der Favoriten für die Olympischen Spiele in Tokio. Dass die Spiele jetzt um ein Jahr verschoben wurden, scheint Flückiger nichts auszumachen. Das spannende Duell mit Schurter ging nach dem Restart der Mountainbike-Saison vor einem Monat gleich ungebremst weiter.
Nun hat Mathias Flückiger seinen Vertrag bei seinem Rennstall, dem Thömus RN Swiss Bike Team, für zwei weitere Jahre verlängert. Für Flückiger steht vor allem die Konstanz und die Professionalität im Team an erster Stelle. «Ich habe hier ein optimales Arbeitsumfeld. Ich bin nicht einer von vielen, sondern geniesse als Team-Captain eine perfekte Betreuung!», erklärt Flückiger einen der Hauptgründe für die Vertragsverlängerung und fährt gleich fort: «Es gibt nur wenige Teams weltweit, welche diesen Standard bieten können und wo vom Teamchef bis zum Physio alle tagtäglich hart am Weiterkommen arbeiten.».
Flückiger sieht in der Konstanz und dem vertrauten Umfeld auch einen wichtigen Punkt mit Blick Richtung Tokio 2021. «Ja, ich will dort nicht einfach nur am Start stehen sondern um Gold mitfahren. Und da ist Vertrauen in dein Umfeld und in dein Material sehr wichtig. Da machst du keine Experimente mehr!».
Nach acht Wochen Rehabilitation startete ich, eine Woche früher als geplant, am Weltcup Rennen in Andorra. Am Freitag begann der Event mit dem Short race. Ich war voller Vorfreude und startete mit grossem Elan. Von Anfang an konnte ich mich in der Spitzengruppe positionieren und das Rennen mitbestimmen. Im Schlusssprint musste ich mich um eine Sekunde geschlagen geben. Überglücklich durfte ich das erste Rennen nach meiner Verletzung als Zweite auf dem Podest feiern.
Am Sonntag folgte dann der Cross country Wettkampf. Nach einem guten Start gelang es mir in der Spitzengruppe die erste Steigung zu meistern und als Zweite in den Singletrail einzubiegen. Leider kam es in der Abfahrt zu einem Sturz und ich verlor den Rhythmus. Im Hinblick auf den Weltcup in Les Gets beendete ich das Rennen vorzeitig.
Ich freue mich nun auf meine nächste Chance in Les Gets und um dort mein Können abzurufen.
Ein unvergesslicher Tag bescherte sich für mich an den Heimweltmeisterschaften in der Lenzerheide. Bereits kurz nach dem Startschuss konnte ich mich mit meiner Teamkollegin Sina Frei vom Rest des Feldes absetzen. Zusammen fuhren wir einen soliden Vorsprung heraus, bis ich in der dritten Runde eine entscheide Attacke startete. Von da an gelang es mir, mich in den technischen Abfahren sowie im steilen Aufstieg mehr und mehr zu distanzieren. Ich versuchte technisch so sauber wie möglich zu fahren und hatte nur noch den Titel vor Augen. Überglücklich führ ich als neue U23 Weltmeisterin, mit 1.22 Min. Vorsprung, über die Ziellinie. Ein Traum ging für mich in Erfüllung. Das „i-Tüpfli“ nach einer gelungenen Saison.
Meinem ganzen Team, Teamchef Ralf Näf, Mechaniker Remo, Physiotherapeut Tobias, meinem Trainer Fabian Neunstöcklin, meiner Familie und den lautstarken zahlreichen Fans danke ich ganz herzlich. Die vielen Nidwaldner Fahnen, die Plakate, die aufgesprühten Logos und die Zurufe haben mich beflügelt. Danke, Danke ihr wart genial!