Kategorie: 2019

Update – Saisonpause, Techniktraining und tropische Verhältnisse

Als die diesjährige Saison in Snowshoe (USA) beendet war, habe ich mich für die direkte Saisonpause entschieden.

Nach einigen Wochen ohne mein geliebtes Fahrrad, hatte ich die Chance nach Tokyo zu reisen wo im Jahr 2020 die Olympiade stattfindet. Der Testevent „Ready Steady Tokyo“ gab uns die Möglichkeit die Strecke genauestens anzuschauen und zu analysieren, sowie die Gegebenheiten in Japan zu betrachten. Wir sind auf eine unglaublich coole, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke getroffen. Fast zuhinterst startend fand ich einen guten Rhythmus und erreichte am Ende den tollen 4. Schlussrang. Für mich als Athletin, nach einer von Verletzungen geprägten Saison, ein versöhnender Abschluss.

Als Spitzensportlerin möchte man sich in allen Bereichen stetig verbessern können. Deshalb bin ich einige Wochen später nach Barcelona gereist, um dort mit einem Techniktrainer weiter an meinen technischen Fähigkeiten zu feilen.

Bereits einige Tage später ging es mit dem Hitzetrainingslager in Malaysia weiter. Zusammen mit der Nationalmannschaft sind wir nach Langkawi gereist, da wir dort ähnliche Bedingungen wie in Tokyo vorfinden. An den olympischen Spielen werden extreme Bedingungen mit Temperaturen von 30°C und 80% Luftfeuchtigkeit erwartet. Hier auf Langkawi können wir uns bestmöglich auf die erwarteten tropischen Verhältnisse vorbereiten und wichtige Erfahrungen im Hitzeakklimatisations- und Regenerationsprozess sammeln.

Schon bald heisst es für mich zurück in die kalte Schweiz. In diesem Sinne wünsche ich allen LeserInnen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

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Saisonabschluss WC in Snowshoe

Im abgelegenen West Virginia, wo es weit und breit nur schöne Wälder zu sehen gibt, fand im kleinen Skigebiet Snowshoe das letzte WC Rennen dieser Saison statt.
Da ich am Freitag  das Short Trak Rennen infolge eines defekten Wechslers aufgeben musste, fasste ich für das Hauptrennen die Startnummer 50. Mit dem Wissen dieser unvorteilhaften Ausgangslage und einer leichten Erkältung versuchte ich, wie immer, das Beste aus meiner Situation herauszufahren. Auf Rang 30 kam ich schlussendlich ins Ziel.

Die Schlussbilanz dieser Saison ist für mich sehr unerfreulich und mit Abstand die schlechteste meiner Karriere.  Seit meiner Verletzung am Swiss Bike Cup in Solothurn konnte ich physisch und psychisch nicht mehr an meine gute Form anknüpfen. Somit werde ich mich nun erholen, „resetten“ und anschliessend das Training mit einem soliden Aufbau wieder aufnehmen.

Ich danke ALLEN Personen, welche mir in dieser schwierigen Zeit beigestanden sind und mir den notwendigen Rückhalt geben konnten. Ich bin motiviert und freue mich in der neuen Saison wieder gesund und voller Kraft am Start zu stehen.

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Weltmeisterschaften in Monte-Sainte-Anne

Leider hatte ich persönlich an den Weltmeisterschaften in Canada kein Grund zum Feiern. Meine Rennvorbereitungen verliefen nach Wunsch, ich freute mich auf den Event und die Stimmung im Schweizerteam war, auch aufgrund der bereits gewonnen Goldmedaille im Team Relay, hervorragend. Schon kurz nach dem Start spürte ich, dass meine physische Verfassung zu keiner Topleistung bereit war. In der zweitletzten Runde kam dann noch ein Defekt der Sattelstütze hinzu, so dass ich das Rennen auf dem 30. Rang beenden musste.

Zu Gast in Horw

Am 29. Oktober 2019 darf ich in Horw gastieren. Ich freue mich euch über meinen Trainings- und Rennalltag zu berichten. Unter nachfolgendem Link findet Ihr alle Informationen:
Flyer_AlessandraKeller

Podium am Bikefestival Basel

Heute fand das legendäre Proffix Swiss Bike Cup Rennen im Basler Schänzli statt. Nach zwei Startrunden auf der Pferderennbahn setzte sich ein Dreierteam an der Spitze ab. Kurzdarauf übernimmt Jolanda Neff die Führung. Nicole Koller und ich arbeiten sehr gut zusammen und machen die 24 Sekunden wett. Bis zur letzten Runde wechseln wir, Nicole und ich, uns ab bis Jolanda in der letzten Runde am Aufstieg angreift und die Führung übernimmt. Ich freue mich über den zweiten Rang an diesem warmen sommerlichen Sonntag.

In zwei Wochen finden die Weltmeisterschaften im kanadischen Monte Saint Anne statt. Mit grosser Vorfreude reisen wir bald nach Kanada ab.

Eine Woche danach wird das Weltcupfinale in Snowshoe, USA ausgetragen.

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Weltcup in der Lenzerheide

Das Weltcup Rennen in der Lenzerheide sollte für mich zu den Highlights in diesem Jahr gehören. Die Erinnerung an meinen letztjährigen U23 Weltmeister Titel wurde wieder omnipräsent und ich freute mich sehr, mein Können zu zeigen.

Die Ausgangslage vom Short Race war mit dem Startplatz in der ersten Reihe optimal. Das Wetter  trocken, die Temperatur angenehm warm und die zahlreichen angereisten einheimischen Fans  gut gelaunt vor Ort. Nichts sollte mehr schief gehen und einem unvergesslichem Rennen im Wege stehen. Leider, verspürte ich ziemlich schnell nach dem Start, dass ich heute nicht meine Bestform abrufen konnte. Ich kämpfte, gab mein Bestes und beendete das Rennen auf dem 24., für mich persönlich schlechtesten Rang meiner bisherigen Karriere.

Ich bin jedoch überzeugt, dass ich wieder erfreulichere Zeiten erleben werde und bin trotz allem sehr dankbar, dass ich das Rennen ohne Panne, die technischen Passagen jeweils einwandfrei meistern konnte und meine Hände nach meiner grossen Verletzung keinerlei Handicap zeigten.

Ganz herzlich bedanke ich mich bei meinem Team, den Sponsoren und Fans vor Ort für den perfekten Support und das Anfeuern. Ich werde mich nun gut erholen, nach vorn schauen und freue mich, auf die Weltmeisterschaften in drei Wochen, welche in diesem Jahr in Mont Saint-Anne, Kanada ausgetragen werden.

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Weltcup Val di Sole

Am Freitag erfolgte der Start des Weltcup-Wochenendes im schönen Val di Sole mit dem Short Track. Bei strömendem Regen und sehr aufgeweichtem Untergrund kämpften wir während 20 Minuten um den Startplatz vom Sonntag. Ich erwischte keinen optimalen Start, kämpfte mich von hinten in die Leadergruppe vor, musste dann etwas abreissen lassen und fuhr auf dem 12. Platz ins Ziel. Das bedeutete für Sonntag einen Startplatz in der zweiten Reihe.
Mit dieser guten Ausgangslage, diesmal bei sonnigen, angenehmen Temperaturen, gelang mir ein sehr guter Start. Während den ersten zwei Runden fuhr ich an der Spitze mit, musste dann meine Geschwindigkeit etwas drosseln und fuhr das Rennen auf dem 15. Platz zu Ende. Die Strecke war spannend, hatte viele Steigungen und war mit einigen anspruchsvollen, technischen Hindernissen bespickt. Immerhin gelang mir ein weiterer kleiner Schritt nach vorn an die Spitze, ganz nach dem Sprichwort „Geduld bringt Rosen“.  Voll motiviert bereite ich mich nun aufs nächste Weltcup Rennen in der Lenzerheide vor und freue mich vor heimischem Publikum starten zu dürfen.

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Europameisterschaften in Brno

Bei angenehmen Temperaturen fanden die diesjährigen Europameisterschaften in Tschechien statt. Der Start gelang mir sehr gut und ich konnte auf der anspruchsvollen Strecke von Anfang an in der Spitzengruppe mitfahren. In der dritten Runde musste ich meinen zweiten Platz abgeben und bis zum Schluss büsste ich noch einige Plätze ein. Mit dem sechsten Schlussrang, als zweitbeste Schweizerin, beendete ich diese Europameisterschaften.

Zufrieden über dieses Top-Ten-Resultat, welches nach meiner Verletzung ein wichtiger Teilschritt in die gewünschte Richtung meines Erfolges ist, geht es nächstes Wochenende weiter zum Weltcuprennen in Val di Sole.

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Weltcup in Les Gets

Am Freitag startete wie gewohnt der Short Track vor dem grossen Weltcuprennen am Sonntag. Mit der Startnummer 27 konnte ich mich auf extrem staubigen Terrain während 6 Runden auf den 12. Platz vorarbeiten und somit meine Startposition für Sonntag in der zweiten Reihe festlegen.

Zufrieden über diese Ausgangslage erfolgte der Start meines für mich zweiten Weltcups in dieser Saison nach meiner Verletzung. Es war ein sehr hartes Rennen und ich gab wie immer mein Bestes. Mit dem 17. Platz beendete ich das Rennen. Zwar entspricht dieser Rang noch nicht meinen Ansprüchen und Fähigkeiten, trotzdem ziehe ich eine positive Bilanz. Die Hände sind rehabilitiert und ich kann nun an meiner Rennhärte und dem Gefühl für die Singetrails arbeiten.

Ich bedanke mich bei meinem Team für ihren grossartigen Einsatz, meinem Trainer und den Fans, welche an mich glauben und mich auf meinem Weg unterstützen. Ich freue mich in zwei Wochen an den Europameisterschaften in Brünn am Start zu stehen.

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Comeback in Andorra

Nach acht Wochen Rehabilitation startete ich, eine Woche früher als geplant, am Weltcup Rennen in Andorra. Am Freitag begann der Event mit dem Short race. Ich war voller Vorfreude und startete mit grossem Elan. Von Anfang an konnte ich mich in der Spitzengruppe positionieren und das Rennen mitbestimmen. Im Schlusssprint musste ich mich um eine Sekunde geschlagen geben. Überglücklich durfte ich das erste Rennen nach meiner Verletzung als Zweite auf dem Podest feiern.

Am Sonntag folgte dann der Cross country Wettkampf. Nach einem guten Start gelang es mir in der Spitzengruppe die erste Steigung zu meistern und als Zweite in den Singletrail einzubiegen. Leider kam es in der Abfahrt zu einem Sturz und ich verlor den Rhythmus. Im Hinblick auf den Weltcup in Les Gets beendete ich das Rennen vorzeitig.

Ich freue mich nun auf meine nächste Chance in Les Gets und um dort mein Können abzurufen.

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