WELTMEISTERSCHAFT: An der diesjährigen Weltmeisterschaft im österreichischen Saalfelden fiel in den Tagen vor dem Wettkampf sehr viel Regen. Da die Strecke nicht wirklich regensicher war, zeichnete sich eine Schlammschlacht ab. Ich startete erneut mit einer schlechten Startnummer aus den hinteren Reihen. Die Startrunde und die ersten Runden verliefen nach Plan und zwischenzeitlich lag ich mit weniger als 30 Sekunden auf Reichweite für das Podium. Leider konnte ich den Speed nicht bis zum Ende halten und fiel noch etwas zurück. Zufrieden mit meinem 10. Schlussrang und meiner Leistung „ALLES“ gegeben zu haben, reiste ich (fast) direkt weiter an die EM.
EUROPAMEISTERSCHAFT: An der Heim-EM hatte ich weniger Grund zum Lachen, denn ich zog regelrecht einen „Tag zum Vergessen“ ein. Die fehlende Erholung der vielen Events, ein etwas angeschlagener Körper und der Teamwettkampf waren zu viel, um eine Top-Leistung abrufen zu können. Doch ganz ohne Medaille ging ich nicht nach Hause. Zusammen mit dem Team gewannen wir zu Beginn der EM die Bronzemedaille.
Swiss Cup: Eine Woche nach der EM folgte bereits ein weiteres Highlight. Das Finale des Swiss Cups in Hochdorf stand auf dem Programm. Erstmals wurde ein Shorttrack-Event durchgeführt: 20min vollgas! Mit einer guten Leistung, am letzten Rennen meiner Teamkollegin Kathrin Stirnemann, konnte ich die Gesamtwertung des Swiss Cups 2020 gewinnen. Stolz bin ich auch, dass wir als Thömus RN Swiss Bike Team die Tages- und Jahresgesamtwertung gewinnen konnten!
Nun geht es in die wohlverdiente Off-Season! Ich möchte zuerst noch bei meinem Team, meiner Familie, meinen Freunden und dir für eure Support in allen Bereichen bedanken! Mit den besten Grüssen und ich melde mich im neuen Jahr wieder.
Vergangene Woche fanden in Nove Mesto na Morave die Weltcup Rennen 1 und 2, die einzigen diesen Jahres, statt. Wegen der Coronakrise wurde das Weltcupranking eingefroren und am ersten Shorttrack nach der Weltrangliste vom 3. März 2020 aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war ich nach der Verletzungsphase vom letzten Jahr nicht in den Top 40. Folgedessen konnte ich am ersten Shorttrack nicht starten und musste am ersten XCO Rennen mit Startnummer 68 aus der 8. Startreihe loslegen. Ich kämpfte mich stetig nach vorne und erreichte am Ende den guten 10. Schlussrang. Mit diesem zufriedenstellenden Resultat schaffte ich es sogar in den zweiten Shorttrack und hatte so die Möglichkeit, mir eine gute Startposition für das zweite Cross-County Rennen zu erarbeiten.
Im Shorttrack brauchte es jedoch auch entsprechend viel Kraft nach vorne zu fahren und ich musste mich mit dem 13. Schlussrang und somit der zweiten Startreihe für den Sonntag zufrieden geben. Für das Rennen am Sonntag wurde die Strecke etwas angepasst, blieb aber genau so technisch anspruchsvoll. Ich kam am Start und auf der Startrunde nur schlecht weg, drehte aber bis zum Ende des Rennens nochmals auf und erreichte den 9. Schlussrang. Zufrieden mit meiner konstanten Leistung reise ich nun direkt weiter an die Weltmeisterschaft in Österreich.
Seit 2017 fährt die Nidwaldner Profibikerin Alessandra Keller in der Mannschaft von Thömus RN Swiss Bike Team mit der NKB als Kopfsponsorin an nationalen und internationalen Bikerennen immer wieder aufs Podest. Das jüngste Beispiel ist ihr Sieg am Rennen im österreichischen Dornbirn Ende August. Ihr grösstes Ziel, die Teilnahme an «Tokyo 2020», konnte sie dieses Jahr aufgrund der Verschiebung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 noch nicht realisieren.
Die NKB hat den auslaufenden Vertrag mit der U23-Weltmeisterin von 2018 um weitere zwei Jahre bis Ende 2022 verlängert. «Alessandra Keller ist eine einzigartige Botschafterin für Nidwalden und die NKB. Dank ihrer professionellen Einstellung, ihrem starken Durchhaltewillen und ihrem Herzblut für den Sport ist sie national wie auch international sehr erfolgreich unterwegs», meint Heinrich Leuthard, Vorsitzender der Geschäftsleitung der NKB. Zudem fügt er an, dass «ihr Teamgeist sowie ihre bodenständige und authentische Persönlichkeit sehr gut zur NKB passen».
Für Alessandra Keller ist die Weiterführung der Partnerschaft mit der NKB ein starkes Zeichen: «Die Vertragsverlängerung unterstreicht unsere partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit und gibt mir Sicherheit für die kommenden zwei Jahre. Zudem bin ich sehr stolz, mit der NKB ein Stück Heimat auf meinem Helm zu tragen».
Am Sonntag bestritt ich in Dornbirn (Österreich) ein international extrem gut besetztes Rennen. Die Wetterprognose zeigte starken Niederschlag für das Wochenende an. Und so bewahrheitete es sich auch! Im strömenden Regen mit starkem Wind und etwas Nebel fiel der Startschuss. Der Start gelang mir top und ich reihte mich an zweiter Position ein. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um ein langes Rennen handeln wird, welches erst auf der Ziellinie zu Ende ist. Auf den extrem rutschigen Wiesen und den mit Wasser gefüllten Trails passieren schnell Fahrfehler. Meine fast fehlerfreie, technisch saubere und konstante Fahrt ermöglichte mir am Ende den sicheren Sieg! Zufrieden mit meiner Leistung geht das Training nun weiter, bis wir (hoffentlich) Ende September am Weltcup im Nove Mesto starten können.
Die Corona-Pandemie wirbelte den Mountainbike-Kalender mächtig durcheinander. So wurde der Berner Ferienort Gstaad kurzfristig zu Austragungsort einer Swiss Bike Cup Veranstaltung. Der Rundkurs in Gstaad hatte trotz der bekannten Berner Berge viele flache Passagen. Ein von Taktik geprägtes Rennen wurde erwartet. Ich setzte mich mit der späteren Siegerin jedoch bereits in der Zweiten von sechs Runden ab und wir fuhren unser eigenes Rennen. Im langen Aufstieg suchte ich die Entscheidung, jedoch hatte Laura Stigger den etwas längeren Atem und konnte mich distanzieren. Folge dessen erreichte ich die Ziellinie als Zweite und meine Teamkollegin Kathrin Stirnemann erreichte den hervorragenden dritten Rang.
Obwohl der Corona-Virus den Mountainbike Sport in seinem Grundgerüst erschüttert hat, geht die Planung für die Saison 2021 weiter. Noch ist aber vieles unklar. Fix ist hingegen, dass die beiden Schweizer Top Athleten Alessandra Keller und Mathias Flückiger auch 2021 und 2022 in den Farben des Thömus RN Swiss Bike Teams unterwegs sein werden.
Die Innerschweizerin Alessandra Keller hat ihren Vertrag um zwei Jahre verlängert. Die Team-Leaderin im Thömus RN Swiss Bike Team feierte ihren grössten Erfolg an der Seite von Teambesitzer Ralph Näf. 2018 gewann sie an der Heim-Weltmeisterschaft in der Lenzerheide den Weltmeister-Titel in der U23-Kategorie. 2018 war sowieso das Jahr der Nidwaldnerin. Sie fuhr als U23-Athletin bereits im Elite-Weltcup mit und fuhr zweimal in die Top 5 was ihr schlussendlich den vierten Platz im Elite Gesamtweltcup einbrachte. Leider verlief dann 2019 überhaupt nicht nach den Vorstellungen der jungen Nidwaldnerin. Bei einem Sturz am Swiss Bike Cup in Solothurn brach sie sich früh in der Saison beide Handgelenke und konnte in der Folge nicht mehr ihre Möglichkeiten ausschöpfen. Wie Flückiger streicht auch Keller den Team-Spirit als wichtigen Baustein für den Erfolg heraus: «Wir haben eine sehr gute Atmosphäre im Team. Zudem streben alle nach mehr, wollen besser werden. Stillstand gibt es bei uns im Team nicht! Präzision und Professionalität werden bei uns auf die Spitze getrieben ».
Teambesitzer Ralph Näf sieht sich mit der Verlängerung der beiden Spitzen-Mountainbiker in seiner Philosophie bestätigt: «Mathias und Alessandra sind die Spitze der Pyramide, sind unsere Leistungsträger. Ich bin sehr stolz, dass sich die beiden bei uns wohl fühlen und wir noch zwei weitere Jahre zusammenarbeiten können!». Aber nicht nur der Spitzensport spielt im Konzept von Näf eine grosse Rolle: «Wir werden auch in Zukunft in den Nachwuchs investieren. So wollen wir eine starke U23 Equipe an die Weltspitze heranführen und mit dem Young Stars Team, unter der Leitung von Marcel Kuratli, schon frühzeitig Schweizer Talente fördern.»
Der Berner Mathias Flückiger setzte 2012 mit dem dritten Platz an der Elite Weltmeisterschaft in Österreich ein erstes internationales Ausrufezeichen. Doch der richtige Durchbruch gelang dem Oberaargauer 2018 mit dem ersten Weltcup-Sieg. Seither liefert er sich unter anderem mit Olympiasieger Nino Schurter ein hartes Duell an der Weltspitze. 2019 war Flückigers stärkste Saison. Mit vier Top 3 Klassierungen im Weltcup, dem Sieg am Weltcup-Rennen in Deutschland sowie dem zweiten Platz an der Weltmeisterschaft in Kanada katapultierte sich der Berner in den Kreis der Favoriten für die Olympischen Spiele in Tokio. Dass die Spiele jetzt um ein Jahr verschoben wurden, scheint Flückiger nichts auszumachen. Das spannende Duell mit Schurter ging nach dem Restart der Mountainbike-Saison vor einem Monat gleich ungebremst weiter.
Nun hat Mathias Flückiger seinen Vertrag bei seinem Rennstall, dem Thömus RN Swiss Bike Team, für zwei weitere Jahre verlängert. Für Flückiger steht vor allem die Konstanz und die Professionalität im Team an erster Stelle. «Ich habe hier ein optimales Arbeitsumfeld. Ich bin nicht einer von vielen, sondern geniesse als Team-Captain eine perfekte Betreuung!», erklärt Flückiger einen der Hauptgründe für die Vertragsverlängerung und fährt gleich fort: «Es gibt nur wenige Teams weltweit, welche diesen Standard bieten können und wo vom Teamchef bis zum Physio alle tagtäglich hart am Weiterkommen arbeiten.».
Flückiger sieht in der Konstanz und dem vertrauten Umfeld auch einen wichtigen Punkt mit Blick Richtung Tokio 2021. «Ja, ich will dort nicht einfach nur am Start stehen sondern um Gold mitfahren. Und da ist Vertrauen in dein Umfeld und in dein Material sehr wichtig. Da machst du keine Experimente mehr!».
In Zadov (CZE) fand am 08. August ein Rennen der Kategorie C1 statt, welches mit sehr guten internationalen Athletinnen besetzt war. Um wichtige Punkte für die Weltrangliste zu sammeln, entschied ich mich dort zu starten. Der Start gelang mir perfekt und ich reihte mich bereits nach der Startschlaufe auf dem zweiten Platz ein. Die technisch anspruchsvolle Strecke mit zahlreichen Steingärten, berghoch wie auch bergrunter, machte mir sehr Spass. In der zweitletzten Runde verlor bei einem Angriff meiner Konkurrentin den Anschluss und beendete das Rennen auf dem soliden 2. Schlussrang. Cool, dass wir trotz Corona auch im Ausland Rennen fahren können, welche top organisiert sind! Nächster Einsatz: Swiss Cup Gstaad.
Die diesjährige „Corona-SM“ fand auf der angepassten Strecke in Gränichen ohne Zuschauer statt. Zuversichtlich und voller Elan startete ich. Auf den ersten Metern war mein Traum eines Podestes, wie ich etwas später schmerzlichst erfahren musste, ausgeträumt. Ich wurde bereits in der ersten Kurve abgedrängt und bog etwa an 23. Stelle in den Singletrail ein. Die Aufholjagt begann und es glückte mir bis zum vierten Platz vorzufahren. Leider hatte ich bis dahin bereits einige „Körner“ verbraucht, so dass ich den Anschluss an das Zweierpäckli des zweiten und dritten Platzes nicht halten konnte und abreissen lassen musste. Auf der 5. und 6. Runde fuhr ich mein eigenes Rennen und beendete es als enttäuschte Vierte. Nun freue ich mich auf das Rennen der tschechischen Meisterschaft in Zadov in zwei Wochen.
Motiviert startete ich mit Startnummer 17 in den ersten Swiss Bike Cup nach der langen Coronapause. Beherzt packte ich das Rennen an und konnte mich bereits nach kurzer Zeit an die Spitze setzten. Es bildete sich ein Spitzenduo, zu dem ich in der vierten Runde den Anschluss durch einen Fahrfehler verlor. Leider büsste ich etwas von meinem Effort ein und erreichte am Ende den guten 4. Schlussrang im hochdotierten internationalen Feld. Mit Vorfreude bereite ich mich nun auf die Schweizermeisterschaft in Gränichen von nächstem Sonntag vor!
(Auch dieser Event wird ohne Zuschauer durchgeführt, jedoch auf swiss-sports.tv live übertragen oder per Liveticker auf der Proffix Swiss Bike Cup Homepage.)
Mit dem dreitägigen Etappenrennen im Engadin wurde die Rennsaison nach der Corona-Zwangspause wieder eröffnet! Die Vorfreude, dass es mit Rennenfahren wieder losgeht war riesig und ich war auf meine ersten Marathonerfahrungen gespannt. Die erste Etappe, mit gut 36 km und 1340 hm, war etwas kürzer als die darauffolgenden Tage mit 2500 hm und zwischen 65-75 km. Die Höhe im Engadin beeinflusste meine Leistung nicht und ich konnte alle drei Etappen, sowie die Gesamtwertung der Elite Damen gewinnen! Zufrieden mit diesem Ergebnis steht Erholung an bis es am 19. Juli mit dem ersten Lauf des Proffix Swiss Bike Cups 2020 los geht. Dieses Rennen wird aufgrund der Coronavorschriften ohne Zuschauer stattfinden.