Das Absa Cape Epic 2026 ist Geschichte – und was für eine! Wenn ich auf die vergangenen acht Tage in Südafrika zurückblicke, fehlen mir fast die Worte. Was als sportliches Abenteuer und grosses Saisonziel begann, endete am vergangenen Sonntag in Stellenbosch mit dem Gesamtsieg bei meiner allerersten Teilnahme.
Das Cape Epic, oft als die „Tour de France des Mountainbikes“ bezeichnet, stand schon lange auf meiner Bucket List. Dass es bei der Premiere direkt für das oberste Treppchen reicht, ist überwältigend. Doch dieser Sieg hat eine ganz besondere emotionale Ebene: Für meine Partnerin Candice Lill war es nach fünf zweiten Plätzen der lang ersehnte erste Triumph in ihrer Heimat. Zu sehen, wie viel ihr dieser Moment bedeutet, hat diesen Erfolg für mich noch wertvoller gemacht.
Teamwork makes the Dream work
545 Kilometer und gut 13’000 Höhenmeter schüttelt man nicht einfach so aus den Beinen. Wir haben sieben von acht Etappen gewonnen, doch die Statistik erzählt nur die halbe Geschichte. In der Hitze, im Staub und auch im Schlamm Südafrikas zählt nicht nur die Wattzahl, sondern vor allem das Vertrauen.
Zwischen Candice und mir ist in dieser intensiven Woche weit mehr als eine erfolgreiche Renngemeinschaft entstanden – es ist eine wahre Freundschaft. Wir haben uns gegenseitig gepusht, gelitten und gelacht. Dass Candice seit dieser Saison ebenfalls auf Thömus-Bikes unterwegs ist, hat uns technisch perfekt harmonieren lassen, aber menschlich hat es einfach „Klick“ gemacht.
Stolz auf das gesamte Team
Ein riesiges Dankeschön geht an unser Team und die Crew von Thömus maxon – Sabi Sabi. Ohne den unermüdlichen Support im Hintergrund, die perfekte Mechanik und die Verpflegung wäre eine solche Dominanz nicht möglich gewesen. Wir haben als Einheit funktioniert und dieser Pokal gehört uns allen.
Was bleibt?
Ich nehme nicht nur die Trophäe mit nach Hause, sondern unglaublich viel Inspiration. Candice ist das beste Vorbild dafür, dass man nie aufgeben darf – egal wie viele Anläufe es braucht. Jetzt geniesse ich den Moment, bevor der Fokus wieder auf die Cross-Country-Saison und die kommenden Weltcups rückt.
Danke Südafrika, danke Candice – es war mir eine Ehre!












