Die letzten Wochen waren nicht ganz so erfolgreich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich klage aber auf sehr hohem Niveau und darf mich nach wie vor glücklich schätzen, regelmässig mit den besten Mountainbikerinnen der Welt, um Podestplätze und Siege kämpfen zu können – auch wenn es zuletzt nicht immer für das erhoffte Resultat gereicht hat.
Der dritte Rang im Short Track von Lenzerheide war ein gelungener Einstand für unser neues 32-Zoll-Prototypen-Bike. Umso ärgerlicher war der Sturz im Cross-Country-Rennen zwei Tage später. Die Blessuren waren zwar nicht gravierend, trotzdem brauchte mein Körper etwas Zeit, um sich davon zu erholen. In der Folge erwischte mich zusätzlich eine Erkältung, die bis zum Weltcup in La Thuile nachwirkte.
Nicht alles läuft nach Plan
Der erneute 4. Rang am XCC in Aosta stimmte mich zuversichtlich für das Cross-Country nach meiner Krankheit. Die Strecke mit ihren naturbelassenen Trails, steilen Anstiegen und staubigen Abfahrten gehört zu den schönsten im Weltcup-Kalender. Mit Rang acht blieb ich jedoch hinter meinen Erwartungen zurück.
Auch in Andorra fehlte dieses letzte Quäntchen Rennglück. Im Short Track konnte ich zwar vorne mitfahren, im Kampf um den Sieg aber in der Schlussrunde nicht entscheidend eingreifen. Cross-Country-Rennen war nach einer Berührung direkt nach dem Start und einem späteren Sturz vorwiegend Aufholarbeit angesagt. Ich fühlte mich stark und endete auf dem 7. Schlussrang, wobei das Resultat leider nicht der Leistung entspricht, aber auch das gehört zum Rennsport. Enttäuschend, weil ich mich in Form fühlte, aber das Puzzle bis jetzt noch nicht zusammenkam.
Natürlich sind das nicht die Resultate, die ich mich gewohnt bin und mir wünsche. Gleichzeitig weiss ich aber auch, dass eine lange Saison nicht ausschliesslich aus Höhepunkten besteht.
Der Blick geht nach vorne
Jetzt richtet sich mein voller Fokus auf die kommenden Wochen. Zuerst stehen die Schweizer Meisterschaften in Leysin an, bevor mit den Europameisterschaften im Tessin eines der grossen Saisonziele auf mich wartet.
Ich habe grosses Vertrauen in meinen Weg und weiss, dass die Form stimmt. Im Weltcup entscheiden aber Kleinigkeiten über Sieg, Podest oder einen Platz knapp dahinter. Deshalb gilt es jetzt, konsequent weiterzuarbeiten und den Blick auf das Wesentliche zu richten.
In der Zwischenzeit wünsche ich euch weiterhin einen tollen Sommer und freue mich darauf, euch hoffentlich schon bald wieder mit starken Rennen begeistern zu können.









